Lexikon der Liebe


Antibabypille

Umgangssprachlich nur noch Pille genannt. Bezeichnung für das am meisten verwendete Verhütungsmittel zur Verhinderung einer Schwangerschaft beim Geschlechtsverkehr. Dabei wird ein Hormonpräparat, das die weiblichen Geschlechtshormone Östrogen sowie Gestagen enthält, oral aufgenommen. Gemäß dem Pearl-Index ist die Pille bei korrekter Anwendung (mit Ausnahme der Sterilisation) die sicherste Verhütungsmethode. Es existieren eine Reihe verschiedener Varianten der Pille:

  • Ein-Phasen-Pille
    Auch Kombinationspille genannt. Sie enthält an allen Tagen die gleiche Zusammensetzung - eine Kombination aus den Hormonen Östrogen und Gestagen. Siehe auch unter Zwei-Phasen-Pille und Drei-Phasen-Pille.
  • Zwei-Phasen-Pille
    Bezeichnet eine Form der Antibabypille, die in der ersten Phase - genauer die ersten 7 Tage - ausschließlich das Hormon Östrogen enthält, und in der zweiten Phase dann zusätzlich noch das Hormon Gestagen. Siehe auch unter Ein-Phasen-Pille und Drei-Phasen-Pille.
  • Drei-Phasen-Pille
    Bezeichnung für eine Form der Antibabypille, die durch täglich wechselnde Hormonanteile dem weiblichen Zyklus am besten angepasst ist. Siehe auch unter Ein-Phasen-Pille und Zwei-Phasen-Pille.
  • Mikropille
    Die Mikropille ist als hormonelles Verhütungsmittel eine Weiterentwicklung der klassischen Antibabypille. Sie enthält eine deutlich geringere Hormondosis und gilt als äußerst sicher in ihrer Wirkung.
  • Minipille
    Die Minipille ist ein hormonelles Verhütungsmittel, welches nur Gestagene - und keinerlei Östrogene - enthält. Ihre Wirkung beruht nicht auf die Verhinderung des Eisprungs, sondern auf die Eindickung des Gebärmutterschleims, der daraufhin am Gebärmutterhals eine Barriere für die Spermien bildet. Die Gebärmutterschleimhaut verändert sich derart, dass sich kein Ei einnisten kann.
  • Die Pille danach
    Eine Variante der Antibabypille, die aufgrund des hohen Hormonanteils nur im Notfall eingenommen werden sollte. Bezeichnet eine Verhütungsmethode nach einer (vermuteten) Befruchtung. Es handelt sich dabei um insgesamt 4 Pillen, von denen die ersten beiden in den ersten 72 Stunden nach der vermuteten Befruchtung eingenommen werden müssen. Die Pille danach verhindert die Einnistung der befruchteten Eizelle, indem sie eine verfrühte Blutung nach ca. 3 bis 7 Tagen bewirkt.

Zur Vermeidung bzw. Reduzierung etwaiger Nebenwirkungen der Pille sollte die Frau die für sie geeignete Pille in einem ausführlichen Beratungsgespräch mit dem Gynäkologen bzw. der Gynäkologin ihres Vertrauens herausfinden.


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